Bahn

Revell_Rallyebahn_Dez_2009

Im Netz u.a. bei OldSlotracer.com und slotters.de gefundene supergeile Rallyebahnen haben mich dazu gebracht, es auch mal mit dem Bau einer Rallyebahn mit Landschaft zu versuchen. Ich wollte dazu Revellschienen mit Ninco, SCX und eventuell noch Carrera 1:24 verbinden. Dies ist aufgrund existierender Adapter bzw. identischer Schienenabmessungen sehr leicht möglich. Allerdings liess sich dies auf dem zur Verfügung stehenden Raum nicht verwirklichen, so dass meine Bahn zukünftig maximal aus 2 Schienensystem bestehen sollte, hautsächlich Revell wegen der guten Drifteigenschaften. Da Revell nur 2 Kurvenradien anbietet, wollte ich ursprünglich einige Revellkurven teilen und in der Mitte eine Ninco K1 einsetzen um auch engere Radien zu bekommen. Es entstand diese Testbahn :

rallyebahn_Revell_Ninco

Diese Bahn funktionierte mit meinen seinerzeit ausschliesslich vorhandenen 1:32 Autos sehr gut und die Kombination ermöglicht zumindest auf dem Papier wunderbare Rallyestrecken. Grund für den Ansatz mit Kombischienen waren fehlende, selten zu bekommenden Revell Radius 2 ( 21”) Kurven. Ich habe mich aber nun doch dazu durchgerungen(zum Glück!), darauf zu verzichten, da diese Kurven doch sehr eng werden, und die Drifts durch die griffigen Nincoschienen in Kurvenmitte leiden, und eventuell sogar zu Abflügen führen. Die Idee eine Rallyebahn mit Kehren zu bauen, habe ich dann auch relativ schnell wieder verworfen. Man verbaut sich die Möglichkeit zu zweit zu fahren und die Wendeschleifen benötigen recht viel Platz. Mit einem Rundkurs erhält man längere Strecken, zumal die Wende ja immer 2 mal durchfahren werden muss und fahrtechnisch nicht ganz so toll ist. Dann entstanden “auf Papier” ca. 50 weitere reine Revellbahnen. Für die Planung verwendete ich eine alte DemoVersion von Slotrail, mit der man noch ganze Bahnen als Vorlage abspeichern konnte. In Slotrail kann man übrigens beliebige Schienen und rechteckige sowie
L-Förmige Räume selbst definieren, man ist also in keinster Weise eingeschränkt oder auf externe Hilfe angewiesen. Ein ausdrückliches Lob an den Entwickler!

Die Unterkonstruktion meiner Bahn besteht aus vier ultrastabilen, geschraubten und verleimten Tischen. Stützen aus 10x10cm und Rahmen aus 10x5cm Kanthölzern. Da kann ich drauf rumturnen und notfalls auch ein 1:1 Auto drauf abstellen, wenn ich es in den Keller bekäme. Der Aufpreis auf die nächst schwächere Materialstärke liegt bei ca. 30 Cent pro Meter, die Stabilität ist aber erheblich besser. Die Platten sind aus 19mm MDF. Die Verschraubungen sind mit 6x110er Spaxschrauben ausgeführt. Die 10x10er Hölzer sind mit dem Rahmen zusätzlich verleimt. Wackeln, verbiegen oder gar einstürzen sollte da nichts mehr. Alle Platten sind rückenschonende 99cm hoch. Die Montage habe ich auf einem alten Schreib-/Arbeitstisch ausgeführt. So wurde die Oberfläche auf einfache Weise plan und rechtwinklig.

Zwei Tische sind in 160x120cm, zwei in 150x85cm, was zusammen ein L mit 3,1m und 2,4m langen Schenkeln in 160 bzw. 170cm Breite ergibt. Auf den nachfolgenden Bahnbildern sind die Tische schon untereinander verschraubt und mit grünem Teppichboden belegt.

Unterkonstruktion_1

Unterkonstruktion_2

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Der provisorische Aufbau der geplanten Bahnen war zwar jedesmal eine sehr wackelige Angelegenheit, führte aber doch zu wichtigen Erkenntnissen und weiteren Optimierungen. Der dritte Entwurf gefiel mir eigentlich schon sehr gut. Es war zwar nur eine sehr kurze Gerade aus 4 Schienen enthalten, aber Geraden gibt es auf Clubbahnen genügend, da kann ich bei mir zu Hause also gut drauf verzichten. Beim ausführliche Probefahren bin ich dann irgendwie auf den Trichter mit 2 Geraden übereinander gekommen. Der kurvige Teil konnte fast komplett übernommen werden, obwohl nun 3 Geraden zusätzlich integriert werden konnten. Diese Idee wurde mit Slotrail planerisch umgesetzt und ebenfalls provisorisch aufgebaut. Dann gelang es mir ein riesiges Schienenkonvolut mit etlichen R2 Kurven zu ersteigern. Durch den Einbau der neuen Kurven mit einem größeren Radius konnten die Kurven abwechslungsreicher( öffnende, schliessende und gemischte Radien ) gestaltet werden. Die Geraden sind lang genug für eine Rallyebahn und enden auf einer Seite jeweils in einer Kurve mit größt möglichem Radius. Vor allem brauchte ich nicht auf meine geliebten Kurven zu verzichten.  Aufgrund der insgesamt ca. 100 geplanten Bahnen behaupte ich einfach mal, dass dieser nun finale Entwurf das Optimum bei diesen Platzverhältnissen darstellt.

Dafür habe ich dann auch eine  Trasse aus 3mm HDF-Platten gebaut. Ferner habe ich entgegen der ursprünglichen Planung, statt einer sternförmigen Zwischeneinspeisung, Kupferkabel durch alle Stromleiter gezogen, da die Verbindung der Schienen untereinander teilweise relativ locker ist und somit der Kontakt von einer Schiene zur Nächsten schon mal komplett unterbrochen ist.(Revell hat keine Clickverriegelung) Mit durchgezogenem Kabel kann das nicht passieren. Randstreifen sind rundum montiert. Driften ist somit gut möglich. Optisch wäre es vermutlich schöner, analog zu originalen meist recht schmalen Rallyestrecken, auf diese zu verzichten, ich gebe aber dem Fahrspass beim Driften den Vorzug vor der Originalität.

Mittlerweile fahre ich seit 4 Jahren auf dieser Bahn. Es ist noch keine Langeweile aufgetaucht, die Strecke ist mit jedem Auto an anderen Stellen schwierig. Aufgrund bautechnischer Unzulänglichkeiten, Geraden sind nicht plan, sondern teilweise verdreht, die Bergabgerade hat eine Kuppe und eine Senke, ist es noch nicht mal dort, wie im realen Leben auch, nicht in allen Situationen möglich, rücksichtslos Vollgas zu geben.

Allerdings fehlt nach wie vor die Landschaftsgestaltung.Ich will hoffen, dass ich dieses Jahr mal dazu komme. Das ist der halt der Nachteil, wenn die Bahn fahrbreit ist und mn auch noch andee Hobbys hat.

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